Beratungshilfe

Personen, die die anfallenden Kosten für eine außergerichtliche Vertretung oder Beratung durch einen Rechtsanwalt nicht aufbringen können und denen keine andere zumutbare Möglichkeit für eine Hilfe zur Verfügung steht (z.B. Rechtsschutzversicherung) haben gem. § 1 BerhG (Beratungshilfegesetz) die Möglichkeit, die sogenannte Beratungshilfe zu beantragen.

Der Anspruch muß durch eine sogenannte Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse dem Gericht nachgewiesen werden. Den Antrag auf Bewilligung von Beratungshilfe können Sie bei dem Amtsgericht stellen.

Dazu ist es erforderlich, sämtliche Unterlagen (Lohnbescheinigungen, Bewilligungsbescheid des Arbeits- oder Sozialamtes, Mietvertrag, Kontoauszüge etc.) dem Gericht vorzulegen und damit Ihre Mittellosigkeit nachzuweisen und zur Antragstellung mitzubringen. Vom Gericht erhalten Sie bei Vorliegen der Voraussetzungen den sogenannten "Beratungshilfeschein".

Diesen können Sie dann bei dem Anwalt Ihrer Wahl vorlegen, wodurch Sie von den Beratungskosten bis auf einen Eigenanteil von 10,00 € befreit sind. Sollte das Gericht Ihnen lediglich ein Antragsformular aushändigen, so müssen Sie dies dann leider selbst ausfüllen und mit Anlagen versehen bei Gericht einreichen.

Wegen der Einzelheiten verweisen wir auf die ausführlichen Hinweise des Amtsgerichtes Krefeld unter folgender Internetadresse:

http://www.ag-krefeld.nrw.de/aufgaben/abteilungen/beratungshilfe/index.php

Das entsprechende Formular (Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse) können Sie bereits hier herunterladen und in aller Ruhe zu Hause ausfüllen und bereits die notwendigen Belege hierzu heraussuchen.

http://www.justiz.nrw.de/BS/formulare/beratungshilfe/AG_I_1.pdf

Mit diesen komplett zusammengestellten Unterlagen ist eine reibungslose Antragstellung bei Gericht möglich. Einen Beratungshilfeschein erhalten  Sie  bei dem für Ihren Wohnort zuständgen Amtsgericht. Beim Amtsgericht Krefeld befindet sich die zuständige Stelle im

Justizgebäude Preußenring 49, 47798 Krefeld. 

 

Prozeßkostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe

Sollte eine gerichtliche Tätigkeit erforderlich werden, greift nicht mehr die Beratungshilfe. Hier kommt dann vielmehr die Prozeßkostenhilfe bzw. in Familiensachen die Verfahrenskostenhilfe in Betracht.

Dieser Antrag muß nicht durch Sie unmittelbar gestellt werden. Die Antragstellung erfolgt durch uns zusammen mit dem entsprechenden Antrag/der entsprechenden Klage etc. an das Gericht.

Hier ist es jedoch äußert hilfreich, wenn auch hier bereits Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse bekannt sind, so dass die entsprechenden Unterlagen unserem Schriftsatz an das Gericht beigefügt werden können.

Das Formular zur Beantragung der Prozeßkostenhilfe finden Sie hier:

http://www.justiz.nrw.de/BS/formulare/prozesskostenhilfe/erkl_zp1a.pdf

Auch hier sind - wie bei der Beratungshilfe - die entsprechenden Belege zum Nachweis beizufügen.